Das Eierstockkrebs-Netzwerk West wurde mit dem Wunsch ins Leben gerufen, Patientinnen mit dieser Erkrankung eine bestmögliche und zugleich wohnortnahe Betreuung zu ermöglichen. Da Eierstockkrebs oft erst spät diagnostiziert wird, ist eine hochspezialisierte Behandlung erforderlich, die optimal auf die jeweilige Patientin abgestimmt sein muß. Dem trägt das Netzwerk durch eine interdisziplinäre, dezentrale Therapie im Zusammenschluss mehrerer Kliniken Rechnung. Gleichzeitig wird durch die enge Zusammenarbeit mit heimatnahen Kliniken gewährleistet, dass lange und beschwerliche Wege für die Patientinnen vermieden werden. Aus diesen Bausteinen entsteht ein umfassendes Versorgungskonzept mit klar formuliertem Ziel: HEILUNG!
Eierstockkrebs stellt Mediziner aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften vor besondere Herausforderungen. Eine erfolgreiche Behandlung setzt höchste Expertise sowie große Erfahrung in verschiedenen medizinischen Fachbereichen voraus, die perfekt zusammenarbeiten müssen. Nicht alle Krankenhäuser können diese Anforderungen in allen Bereichen erfüllen. Genau hier setzt das Eierstockkrebs-Netzwerk West an: Es stellt sicher, dass Patientinnen von der Diagnose über den chirurgischen Eingriff, die Chemotherapie oder anderweitige medikamentöse Therapie ausschließlich in zertifizierten Krebszentren und spezialisierten Kliniken behandelt werden. Mit großer Sorgfalt wird entschieden, welche Behandlungen in der Heimatklinik erfolgen können und wann die Expertise eines Netzwerkpartners erforderlich ist. So wird eine Brücke geschlagen zwischen der umfassenden Versorgung eines spezialisierten Zentrums und der Entlastung durch Behandlungen in einem nahegelegenen Krankenhaus – immer mit dem Ziel, Patientinnen die bestmögliche Therapie zu bieten.
Ein zentraler Vorteil des Netzwerks liegt in seiner klaren Struktur und einheitlichen Koordination. Obwohl verschiedene Fachbereiche einbezogen werden, basiert der gesamte Behandlungsablauf auf einem von allen Netzwerkpartnern gemeinsam entwickelten Konzept. Diagnostik, Chirurgie, unterstützende oder vorbereitende Systemtherapien sowie Nachsorge und Palliativmedizin werden zwar dezentral durchgeführt, doch die zentrale Steuerung sorgt dafür, dass alle Maßnahmen stets optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein weiterer Vorteil: Die Therapie kann dank eines kontinuierlichen Austauschs zwischen den beteiligten Einrichtungen und einer fortlaufenden Analyse der Behandlungsergebnisse jederzeit zielführend an die individuelle Situation der Patientinnen angepasst werden. So werden persönliche Besonderheiten und Bedürfnisse gezielt berücksichtigt, während die Qualität der Versorgung stets auf höchstem Niveau bleibt.